Tag des offenen Denkmals

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Tag des offenen Denkmals
Sonntag, 8. Sept 2019, 11:00 -17:00 Uhr

Die Rückkehr der weissen Frau

Schloss Ringenberg öffnet seine Türen am Tag des Denkmals


Seit mehr als einem halben Jahrtausend galt die Spur der Weißen Frau von Ringenberg als verschollen. Vor einigen Monaten ist nun erstmals ein Fundstück aufgetaucht, das einen Lichtstrahl in die Geschichte der tragischen Legendengestalt aus dem örtlichen Schloss wirft: Bei Umbruch- und Erdarbeiten im Bereich der Zingelstraße stießen Architekt Ludger Ebbert und Grundstückseigentümer Olaf Ostendorf völlig überraschend auf einen zu Stein gewordenen, jahrhundertealten, weißen weiblichen Torso.

Natürlich ist der Zufallsfund von Ringenberg nicht der Grund für den Tag des Denkmals, der am Sonntag, 8. September bundesweit stattfinden wird, aber er ist vielleicht ein Argument mehr dafür, dass sich das Schloss Ringenberg nach mehr als 20 Jahren zwischen 11:00 und 17:00 erstmals wieder mit einem umfassenden Programm an der überregionalen kulturellen Schau beteiligt.

Unter dem Motto „Umbrüche in Kunst und Architektur“ präsentiert ein Team aus ehrenamtlichen und professionellen Mitarbeitern die unterschiedlichen Teile des Herrensitzes, der im Jahr 1129 als Bollwerk des Bischofs von Münster gegen das Erzbistum Köln gegründet worden ist und nun seit mehreren Jahrzehnten als Austragungsort für grenzüberschreitende Kunstprojekte genutzt wird. Ab 2019 steht der Ort vor einem umfassenden inhaltlichen Neuanfang: unter anderem soll Schloss Ringenberg die Rolle eines Impulsgebers für die kulturelle Infrastruktur von Hamminkeln und Umgebung übernehmen, wie in der Nominierung des Hauses zum „Dritten Ort“ durch die Landesregierung NRW zum Ausdruck kommt.

Das Programm am Tag des Denkmals präsentiert – bei freiem Eintritt – jede Menge Wissenswertes im und ums Schloss, seine Geschichte und seine Perspektive. Passend zum aktuellen Neustart vor Ort gibt es allerhand Umbrüche in Stil und Epoche zu bestaunen: Kulturelle Grenzüberschreitungen, Next-Generation-Projekte, Führungen und vieles mehr: Die Säle im Erdgeschoss des Südflügels sind ebenso wie der Ausgrabungsraum und das Atelier „Jochen Schweizer“ ganztags geöffnet, im Wappensaal laufen Kurzfilme vom Niederrhein-Filmfestival, unter der Titelzeile „Next Generation“ präsentieren – mit Laura Schmidt, Lisa Köhnen, Viola Parma und Maja Emmanovilis – vier junge Musikerinnen Klänge von Vivaldi und Fontana im Rittersaal, bevor dort die „Klang-Werkstatt Orient“ mit Shiyar Hussein, Ulrich Ingenbold, Volker Lütfring, Dieter Bergmann und Benjamin Ingenbold zwischen 15:30 und 16:00 mit Klängen aus dem Nahen Osten die Bühne erobert. Um 11:00, 12:00 und 15:00 lädt der Autor Dr. Michael Kirch zu Lesungen aus seinem neuen historischen Buch „Geschichten aus Dingens und von anderswo“ in seit Atelier ein.

Eine Führung mit Christof Schmidt-Rotthauwe, gen. Löns durch alle Flügel des Hauses bringt das Programm zwischen 14:00 und 15:00 zwischenzeitlich noch mal auf die Wurzeln des Schlosses zurück.

Und natürlich werden nach einer rituellen Rückführung ins Schloss ab 11:30 auch die Überreste der „Weißen Frau“ zu sehen sein.

Hungern und dürsten muss übrigens niemand: Für das leibliche Wohl sorgt unser netter Nachbar, das Landcafé „Alpakas am Schloss“.



Kostenlos


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